
Extremsport-Event der Extraklasse
Es gilt bei - 40°C Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit zu beweisen und an seine persönlichen Grenzen zu gehen. Das Yukon-Territory mit seiner atemberaubenden Landschaft bildet die Kulisse für ein Extremsport-Event der Extraklasse. Bei arktischen Temperaturen treten mehrere Teams zu einem polaren Zehnkampf an.
Die Mannschaften bestehen jeweils aus zwei Teilnehmern. Dabei verlangen die unterschiedlichsten Disziplinen wie Halbmarathon, Eisklettern, Biathlon oder Draisinen-Rennen neben Allrounderqualitäten auch hohe Leidensfähigkeit.
Neben Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit ist bei der Fulda Challenge zudem fahrerisches Können gefragt. Auf den unterschiedlichsten Gefährten wie Geländewagen, ATV und Buggy werden Wettkämpfe gegen die Zeit ausgetragen. Und dann gilt es schließlich hunderte von Kilometer auf vereisten Pisten zurückzulegen, um zu den einzelnen Wettkampforten zu gelangen. Doch das einzigartige Panorama, das sich Ihnen auf den Verbindungsetappen bietet, entschädigt für die vielen Strapazen.
Die Idee zu der Fulda-Challenge entwickelte sich aus dem Sponsoring des Yukon-Quest (1997-1999), dem härtesten Hunderennen der Welt. Man wollte ein Event kreieren, das selbst hartgesottene Abenteurer an ihre Grenzen führt und das gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Fulda Reifen auch unter extremsten Bedingungen unter Beweis stellt.
Mittlerweile hat sich die Adventure-Tour zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt, die 2010 bereits ihre zehnte Auflage erlebt.
Durch immer neue Routen und Disziplinen hat jede von Ihnen ihren eigenen Charakter. Doch was sie alle verbindet: Sie sind immer bei eisiger Kälte und sie verlangen von den Teilnehmer alles ab!
Selbst wenn die Temperatur nachts unter minus 40 Grad fällt, müssen die Sportler im Freien campen.
Doch wenn am Lagerfeuer die Polarlichter am Firmament tanzen, will keiner Schlafsack und Zelt gegen Badewanne und Bett eintauschen.

Rot-Weiß-Rotes Team am Start
Bei dieser Challenge ist auch wieder ein österreichisches Team im Yukon am Start. Christoph Forstner (32) aus Pitten in NÖ (Foto) und die Salzburgerin Natascha Uhl (33) aus Bergheim und messen sich mit neun weiteren Teams aus Deutschland und Kanada im polaren Wettstreit.
Schon einmal hat sie ihre sportive Abenteuerlust zusammengeführt. „Kennen lernten wir uns schon 2008 bei der Qualifikation für eine Offroad-Challenge 2009 für die Mongolei“, erinnern sich beide. Christoph Forstner finalisierte mit einem zweiten Platz. „Mein Nachbar, ein echter 4-Rad-Freak hat mich damals angemeldet. Dass ich da gleich auf Stockerl vorstoßen konnte war toll“, freut sich der Maschinentechniker noch heute. Allerdings wurde diese Asien-Trophy leider in letzter Minute abgesagt.
„Dafür sind sie Organisatoren der FULDA-Challenge auf uns aufmerksam geworden und haben uns beide für den diesjährigen Bewerb in Kanada fix gesetzt “, schildert Natascha Uhl im ÖSTERREICH-Talk. Sie jobbt beruflich in einer Modeagentur.
Sportlich verbindet die beiden einiges: Laufen, Bergsteigen und Klettern zum Beispiel. Der im oberösterreichischen Steyr geborene Forstner hält sich zudem noch mit Skitouren und für Triathlons fit.
Schon am 10. Jänner düsten beide um 6.25 Uhr ab nach Nordamerika zur eisig-kalten Challenge des Reifenprofis FULDA. Und was sagten ihre Partner dazu? „Super. Das muss sie machen“, meinte etwa Matthias, der Freund Nataschas, der mindestens so körperbetont lebt wie sie selbst. Und natürlich war Martina genau so stolz auf ihren Christoph. „Für gemeinsamen Sport haben wir aus beruflichen Gründen aber leider viel zu wenig Zeit“, bedauerte dieser.
Sie wurden von dem Liveberichterstatter Friedrich Weichselbaum (ÖSTERREICH) und unserem PR & Marketing Director begleitet. Sie versorgten uns täglich mit spannenden News und "coolen" Bildern aus der Schneehölle. Lesen Sie im folgenden die täglichen Berichte in umgekehrter chronologischer Reihenfolge.
Die Sieger stehen fest
Eine Woche lang maßen sich u.a. Fußball-Europameisterin Inka Grings, Rennfahrer Martin Tomczyk, Moderatorin Shary Reeves sowie die Schauspieler Hannes Jaenicke, Andreas Hoppe und Andrea Lüdke im Norden Kanadas in einem arktischen Zehnkampf bei Temperaturen von bis zu minus 50 Grad.
Die Jubiläumsausgabe führte das insgesamt 20-köpfige Teilnehmerfeld über schier endlose schneebedeckte und vereiste Highways bis zum Polarkreis. Unterwegs mussten die Sportler in unterschiedlichsten Wettkämpfen ihre Allroundfähigkeit beweisen.
Gold für Sven Brust und Sabine Fremerey
Sven Brust hatte insgesamt die Nase vorne und gewann die Gesamtwertung der Männer. „Als ich die Einladung zur Fulda Challenge bekam, konnte ich mir nicht vorstellen, wie anstrengend es tatsächlich ist. Die Teilnahme war ein riesiges Erlebnis. Das werde ich nie vergessen."
Bei den Frauen konnte sich am Ende Sabine Fremerey durchsetzen.
Da sie zusammen mit Sven Brust ein Team bildete, gewannen beide auch souverän die Teamwertung. Der Preis ist dabei für das Land des Goldrausches stilecht gewählt: Beide Athleten bekamen vom Veranstalter einen Goldnugget überreicht.
Das österreichische Team bestehend aus Natascha Uhl und Christoph Forstner, schaffte es insgesamt auf den hervorragenden vierten Platz.
Wir gratulieren den beiden Athleten recht herzlich!

Tag 7_17.1._Eisbär-Schwimmen
Heute wurde die Fulda Challenge ihrem Namen voll gerecht. Bei tief hängenden Wolken, Regen, Temperaturen um 0 Grad, schickten die Organisatoren die Teilnehmer in das nur etwa 4 Grad kalte Wasser des Pazifiks im Hafen von Vancouver. Wohl in Neopren gepackt hatten die Athleten in Blöcken zu je 5 Mann/Frau die Kurzstrecke von etwa 300 Metern im Wasserflugzeughafen zurückzulegen. Was nicht sonderlich weit erscheint, doch das eiskalte Wasser und die kalte Luft verlangten den Schwimmern das Letzte ab.
Natascha Uhl wurde dabei in ihrer Staffel Dritte, Christoph Forstner in seinem Durchgang hervorragender Zweiter.
Platz 2 für Forster beim Kajak-Rennen
Nachmittag geht es auf den Spuren der Inuits durch die Bucht von Vancouver. In ihren Kajaks versuchen die Athleten noch einmal schneller als die Konkurrenz zu sein, um den 1500 Meter langen Kurs durch das Wasser zu bewältigen.
Der Österreiher Chistoph Forstner beweist hier Kraft und Ausdauer und erzielt den hervorragenden 2. Platz.

Tag 6_16. 1._Rückflug von Whitehorse nach Vancouver
Am Samstag blieb Sportlern, Offiziellen und Journalisten dann jede große Anstrengung erspart. Sie hatten zusammen den zweieinhalbstündigen Rückflug von Whitehorse nach Vancouver zu absolvieren, allerdings erst nach einem zeitaufwendigen und Nerven aufwändigen Check-in.
Tag 5_15.1._Der Tag der Österreicher!
Hatten die Salzburgerin Natascha Uhl und der Niederösterreicher Christoph Forstner (Foto) bisher noch nicht wirklich punkten können, hielten sie heute aber alle Teilnehmer aus Kanada und Deutschland in Schach.
Platz 2 für Natascha Uhl beim Schneeschuhlauf
Den ersten Erfolg lieferte das rot-weiß-rote Team in Five Finger Rapids. Das liegt etwa auf der Hälfte der 500 km langen Tagesetappe von Dawson City zurück nach Whitehorse.
Beide österreichischen Teilnehmer konnten dabei beim Schneeschuhlauf-Bewerb abseits des Klondike Highways punkten.
Natascha Uhl beispielsweise landete dabei auf dem 2. Rang!

Platz 1 für Österreich beim Rope Crossing
Richtig zur Sache ging es allerdings dann am Abend beim Rope Crossing des Miles Canyon. Die 20 Athleten mussten dabei eine 40 Meter breite und 20 Meter tiefe Schlucht über eine Seilbrücke überqueren - also eine reine Kopfsache. Kondition war natürlich genauso wichtig.
Salzburg und Niederösterreich konnten damit alle Punkte des Tages abräumen. Uhl und Forstner erreichten erstmals beim Bewerb als Team den ersten Platz!

Tag 4_14.1._Auf nach Dawson City
Es ist 6 Uhr früh und über den Eagle Plains herrscht dichtes Schneetreiben. Die Fulda-Karawane macht sich fertig für die 500 km weite Strecke auf dem Dempster Highway nach Dawson City. Herrschte beim Start klirrende Kälte mit weit unter 40 Grad vor, zeigte sich das Klima auf der langen Fahrt nach Dawson eher sprunghaft. Etwa auf halben Weg pendelte sich das Thermometer plötzlich bei nur Minus 27 Grad ein und blieb bei Minus 12 Grad hängen. Man hatte den Eindruck, als ob es tauen würde. Etlang der Tombstone Mountains blies ein kräftiger Gegenwind, der den Schnee auf dem Highway immer wieder zu Wechten zusammen wehte.

Startschuss zum arktischen Halb-Marathon
Fast in jedem der 40 Fulda-Fahrzeuge stellte man sich geistig auf den bevorstehenden Halbmarathon ein, der in Bonanza Creek in Dawson City für Nachmittag angesagt war. Direkt vom Dempster fanden sich die Bewerber ab 13 Uhr bei der stillgelegten Goldmine am Taleingang ein. Von hier schickten die Fulda-Organisatoren ihre 20 sportlichen Teilnehmer der Fulda Challenge auf die Halbmarathon-Strecke. Zu den Aktiven hatten sich schließlich in letzter Minute 3 Läufer aus dem Mediapool und 1 aktiver Manager der Fulda Challenge dazu gesellt. Dicht geschlossen zog das Teilnehmerfeld seine Spuren in den frisch gefallenen Schnee. 1 1/2 Stunden später, um 15 Uhr 15 wurde von einem Fulda-Begleitfahrzeug der erste Teilnehmer, der aufgab, im Startcamp bei den Ärzten abgeliefert. Eine Kanadierin, die wegen einem akuten Bronchitisanfall den Bewerb sausen ließ, wartete allerdings auf einem Schneehügel an der Ziellinie sitzend auf die Rückkehr ihres Partners.

Unsere Ergebnisse können sich sehen lassen
5 Minuten später gingen die Erstplatzierten ex aequo durchs Ziel. Natascha Uhl (Bildmitte) wurde stolze 3. bei den Damen. Christoph Forstner (rechts im Bild) schaffte bei den Herrn einen Platz unter den ersten 10. Marketingchef GDT Austria & Switzerland Christian Ramsenthaler-Jurado ging – außer Konkurrenz, aber insgesamt gesehen - als hervorragender 4. mit circa 10 Minuten Rückstand auf den Sieger durchs Ziel.
Den restlichen Nachmittag verwendeten manche für Sightseeing in Dawson City. Die Teilnehmer erholten sich von den extremen Anstrengungen aufgrund der Minus 25 Grad kalten Luft in einem heißen Bad.

Scheibchenweise
Der Abend in der Bar des Westminster Hotels war geprägt vom Duft hervorragender dicker Wabiti-Steaks, die die örtliche Feuerwehr extra für den Fulda-Tross auf dem Grill brutzelte. Nach dem Essen, um überschüssigen Kalorien vorzubeugen, hatte der Veranstalter vor der Bar zwei mächtige Hikory-Stämme aufgelegt.
Die Aufgabe – jedes Teilnehmerteam musste mit einer Zugsäge eine Scheibe absägen. Das österreichische Team belegte auch hier einen vorderen Platz. Danach ging es ab in die Falle.

TAG 3_ 13. 1._Willkommen am Polarkreis
Der Tag selbst begann für die Fulda-Karawane schon früh um 6 Uhr. Da startete der Tross in Dawson City und führte Sportler, Journalisten, Gäste und Organisatoren über den Dempster Highway durch das Yukon Territory. Bis an den Polarkreis auf 66 Grad 33 Minuten Nord.

Sonnenschein und 50 Grad minus
Strahlender Sonneschein ab 10 Uhr, davor war es der Jahreszeit entsprechend finster, präsentierte die Plains in ihrer ganzen Schönheit. 50 Grad minus forderten allerdings von Menschen und Material das Letzte.
Ein Teilnehmer blieb auf der Strecke liegen, weil die Handbremse festfror. Bei einer Reihe der Wagen spielte die Kühlung verrückt. Die Motoren drohten zu überhitzen.
Car Pulling
Der Bewerb am Mittwoch forderte von den 20 Athleten alle Kraft, die nach einer flotten 400-Kilometer Fahrt noch übrig war.
Am Eagle Point, nur wenige Kilometer vom 66. Breitengrad entfernt, war für die zehn Duos Car-Pulling angesagt.
Zu zweit mussten die gemischten Doppel einen der VW-Tiguan über eine 50 Meter lange Schneefahrbahn bewegen.
Mit Muskelkraft und mit zwei Abschleppgurten.

Ein unfreiwilliger Ausflug
Die Österreicher Natascha Uhl und Christoph Forstner machten einen Abflug in die Botanik. „Ein Wagen vor mir zog eine Schneefahne so dicht wie Nebel hinter sich her. Hinter mir im Konvoi leuchteten die Scheinwerfer eines Autos die Landschaft rund um mich aus. Gemeinsam mit meinem Licht am Wagen hatte sich plötzlich eine weiße Wand gebildet. Leider folgte ich dann der falschen Spur vor mir. Anstatt die Rechtskurve zu nehmen, fuhr ich gerade aus und landete im Graben,“ schildert Forstner die Situation.
Gottlob verlief der Abflug ohne Schaden und Verletzte. Einziger wirklicher Minuspunkt der langen Fahrt aber war, dass die Polarnacht am Eagle Point mit dem Nordlicht geizte.

Zeltaufbau
Dann ging es zum Zeltaufbau, damit Quartiere für die Nächtigung bereit standen. Wegen der tiefen Temperaturen – immerhin wieder 40 Grad unter Null – wurden die Teilnehmer der Fulda-Challenge allerdings nicht dazu angehalten, tatsächlich in den in den Iglu-Zelten übernachten zu müssen.
Die Gefahr sich dabei bleibende Hautschäden durch Erfrierungen zu holen, war einfach zu groß. Die meisten ließen es sich aber nicht nehmen die Nacht unter dem Polarhimmel zu verbringen.

TAG 2_12. 1._Pferdestärken an der Lounge
Wo früher Pferde der Cowboys und der Goldgräber angebunden standen, sind heute die vielen Pferdestärken der Autos an der Lounge. Sie hängen am Stromkabel und die Kanadier nennen das liebevoll „Tauchsieder". Gibt es keine Steckdose, bleibt das Auto einfach laufen - auch 24 Stunden am Tag und das tagelang. Es ist hier einfach zu kalt dafür, den Wagen abzustellen. Da macht meist die Elektronik der neuen Fahrzeuggenerationen nicht mehr mit.
Wer sein Vehikel am Abend abstellt, wird nächsten Morgen eben zu Fuß gehen müssen. Und genau dagegen hilft der „Tauchsieder" - er hält den Motor bis zum nächsten Start warm. Christian Ramsenthaler-Jurado (PR- & Marketing-Director Goodyear Dunlop Tires Austria & Switzerland) und ich haben das auch getan. Der Wagen war im Inneren zwar genauso kalt wie draußen auf der Straße, das Motoröl aber blieb geschmeidig, der Blazer leicht zu starten.

Christoph wird 3. beim Reifenwechseln
Dienstagfrüh hatten 20 Personen alle Hände voll zu tun, um 20 Hinterräder an den Konvoy-Fahrzeugen der diesjährigen Fulda-Challenge zu wechseln. Keine Angst - kein Attentäter hatte da an den Schrauben gedreht. Der Veranstalter hatte kurzfristig umdisponiert und das Autojoering mit Eislaufschuhen aus dem Programm genommen - das Eis auf dem Klondyke war einfach noch zu rau dafür gewesen.
Der Wettkampf soll am Donnerstag nachgeholt werden. Also hetzten die 20 Teilnehmer schon um 9 Uhr früh mit einem rund 80 Kilo schweren Schlitten mit vier Kompletträdern drauf einen Berg hoch. Just vor dem Jack London-Center mussten sie diese dann an ihren Geländeboliden montieren. Aber: Ein jeder alleine, ohne Hilfe. Christoph Forstner lag dabei immerhin einige Zeit in Führung und landete schließlich auf dem dritten Platz.

Leider disqualifiziert
Weniger gut erging es dabei der Salzburgerin Natascha Uhl.
Sie wurde leider wegen Zeitüberschreitung disqualifiziert.

Platz 3 für Natascha beim Skidoo-Rennen
Nachmittag lief es schon wesentlich besser für sie. Etwa 10 Kilometer außerhalb von Dawson-City geigte sie auf ihrem Skidoo in der tief verschneiten Landschaft mächtig auf und fuhr prompt auf den Dritten Platz vor.
Forstner scheiterte wenig später an der starken Konkurrenz aus Deutschland und Kanada.

Auf 110 Jahre alten Spuren von Jack London
In Dawson City läuft das leben noch ein bisschen anders. Holzhäuser, wie wir sie in Europa aus amerikanischen Western kennen, sind hier aktuelle Adressen, werden seit Jahrzehnten von den Menschen hier bewohnt - und auch gepflegt. Der Goldrausch schwemmte am Ende des 19. Jahrhunderts zu erst die Männer hier her in das Northern Territory am Klondyke River. Dann folgten die Frauen. Ihre Nachfahren leben noch heute hier. Arbeit gibt der Straßenbau, noch einige aktive Goldminen und Handelsstationen. „Was fehlt sind Handwerker", erzählt mir Ivory, eine Goldhändlerin aus dem Badischen in Deutschland, an ihrem Tresen. Sie war wie so viele hierher gekommen, um Abenteuer zu erleben und schnelles Geld zu machen. „Wie jeder hier - auf ein, zwei Jahre," sagt sie. Das war vor dreißig Jahren. Jetzt führt sie zusammen mit ihrem Mann den besten Goldladen am Creek - und ist glücklich hier.
Die österreichische Mannschaft wurde im Downtown Hotel Dawson City untergebracht - dort wo auch Jack London seinen Whisky trank.
Fulda lässt übrigens nichts unversucht, Land und Leute in der eisigen Kälte bestmöglich zu versorgen. Dienstagabend beispielsweise mit einem Dinner aus der indianischen Küche. Geräucherter Lachs, Wapity-Stew, Elch-Steaks und eine fantastische Wild-Suppe füllten das reichhaltige Buffet, bei dem die Aktiven, Pressebegleiter und Organisatoren kräftig zulangten.

Fachsimpeln mit Striezel Stuck
Wie jedes Mal sind auch bei dieser Challenge einige Prominente und Legenden mit dabei. Diesmal zählen zum Beispiel die Schauspieler Andrea Lüdke, Andreas Hoppe, DTM Rennfahrer Martin Tomczyk oder Deutschlands erfolgreichste Fußball-Torjägerin Inka Grings dazu.
Hier treffen wir Ramsenthaler-Jurado beim Fachsimpeln mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten und Race Director Hans Joachim Stuck.

Bei minus 35 Grad gefrieren selbst die Wimpern
"Daisy", das Tief, das Europa in der vorigen Woche heimsuchte, ist dagegen nur die kleine Schwester. Hier im Kondyke-Territory ist der Winter noch Winter. Wenn der 40 Autos umfassende Fulda-Konvoy Mittwochfrüh um 6 Uhr Früh auf dem Dempster-Highway noch einmal 400 Kilometer weiter nordwärts zieht, wird Fahren und Autos alles abverlangt. Der Wetterbericht hat 50 Grad unter Null angekündigt. Die Fahrt geht also durch die Frostkammer, wo jeder auf sich alleine gestellt ist. Allerdings nicht ohne Sicherheits-Checks. Sie endet erst in Eagle Plains, direkt am Polarkreis, wo die Athleten nach dem angesetzten Halbmarathon die Nacht unter flackernden Nordlichtern und vor wärmenden Lagerfeuern im Zelt oder Iglu verbringen werden.
Grüße aus der Tiefkühltruhe!
TAG 1_11. 1._Nach 24 Stunden Anreise am Ziel
Es ist Montag, 7 Uhr früh. Nach einer mehr als 24-stündigen Anreise via Frankfurt und Vancouver steht allen Teilnehmern die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben.
Draußen hat es 23 Grad unter Null. Trotzdem geht es gleich nach dem Frühstück los. Widerwillig drehen die Starter in den Autos. Endlich springen die Motoren an.
Vor uns liegt ein 500 Kilometer-Trip. Unaufhaltsam geht es entlang des Klondike-Highways von Whitehorse aus Richtung Norden – nach Dawson City, knapp unter dem Polarkreis.

1. Bewerb_Geschicklichkeitsparcours
Um 8.45 Uhr liegen die ersten 110 Kilometer hinter den knapp zwanzig im Konvoy durch den Schnee pflügenden Geländewagen. In Breaburn-Lodge wird gestoppt für dicke Hamburger, einen Schluck Kaffee und eine Zwischenübung für die Aktiven. Natascha Uhl und Christoph Forstner, die Teilnehmer aus Salzburg und Niederösterreich haben Pech trotz Spitzenzeiten auf dem Geschicklichkeitsparcours im kanadischen Outback. Nach dem ersten Bewerb reicht es lediglich für Platz sieben von zehn. In der Einzelwertung der Damen erreicht Natascha Uhl den 4. Rang, Christoph Forstner den 9.
Dann jagt die Kolonne weiter nach Norden. Beim Eintreffen in Dawson City am Abend zeigt das Thermometer bereits minus 38 Grad. Es soll weiter fallen. Wir lassen die Motoren der Wagen laufen. Für Dienstag früh werden unter vierzig Grad erwartet.


