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Abnutzungsanzeiger Der Abnutzungsanzeiger ist ein Steg aus Gummi, eingegossen in die Basis der Lauffläche, der an zumindest drei Stellen rund um den Reifen positioniert ist. Er zeigt an, wenn 1,6 Millimeter Profilmuster vorhanden sind. In vielen europäischen Ländern gilt die 1,6-Millimeter-Grenze als rechtliches Minimum für die erforderliche Profiltiefe eines Reifens.
Abrieb Als Abrieb wird der Teil des Verschleißprozesses bezeichnet, bei dem Gummi von der Lauffläche eines Reifens abgetragen wird. Der Abrieb ist ein kontinuierlicher Vorgang, der sich beim Bremsen, Beschleunigen und Abrollen vollzieht. Durch Steigerung der Krafteinwirkung (z.B. bei starken Bremsmanövern) wird der Abrieb-Effekt verstärkt.
Abriebsbild Das Abriebsbild eines Reifens lässt Rückschlüsse auf Fehleinstellungen am Fahrwerk oder auf Fahren mit falschem Luftdruck zu. Dabei können eine nicht korrekt eingestellte Achsgeometrie oder ein Stoßdämpferdefekt ursächlich sein für verminderte Fahreigenschaften und eine starke, ungleichmäßige Reifenabnutzung. Eine entsprechende Kontrolle durch den Fachmann ist alle 10.000 Kilometer zu empfehlen; die Überprüfung des Reifenluftdrucks sollte regelmäßig in kurzen Abständen (alle 2-4 Wochen) erfolgen.
Abrollumfang Der Abrollumfang eines Reifens gibt die zurückgelegte Strecke bei genau einer Radumdrehung an. Abhängig ist der Abrollumfang vom Reifendurchmesser, der unmittelbar die Gesamtübersetzung des Fahrzeugs sowie die Tachoanzeige beeinflusst. Ein kleinerer Abrollumfang des Reifens bewirkt dabei eine kürzere Übersetzung. Die Beschleunigungsleistung verbessert sich, führt bei hoher Geschwindigkeit aber gleichzeitig zu maximaler Drehzahlanzeige, da die Motordrehzahl bei gleicher Geschwindigkeit nun höher ist. Weicht der Abrollumfang einer Umrüstgröße deutlich von der Serienbereifung ab (jenseits der Toleranzwerte von plus 1,5 % und minus 2,5 %), muss die Tachoanzeige geprüft und angepasst werden.
Achsposition Die Position der Reifen am Fahrzeug, d.h. wo welcher Reifen montiert wurde, wird durch die Achsposition angegeben. Markiert wird der Reifen mit den Abkürzungen VL und HL für vorne bzw. hinten links und mit VR und HR für vorne bzw. hinten rechts. Eine Veränderung der Achsposition durch Umstecken der Reifen (bei nicht laufrichtungsgebundenen Reifen auch über Kreuz) bewirkt eine gleichmäßigere Abnutzung der Reifen, da diese an verschiedenen Positionen unterschiedlichen Beanspruchungen unterliegen. Beachtet werden muss dabei auch die Art des Antriebs (Front-, Heck- oder Allradantrieb). Es empfiehlt sich, Reifen mit besserem Profil auf die Hinterachse aufzuziehen.
Air Pumping Das Air-Pumping-Geräusch entsteht beim Abrollen des Reifens, der trompetenartig Luft aus den Profilkanälen drückt. Es entstehen die für dieses Reifen-Fahrbahn-Geräusch typischen Zisch- und Pfeifgeräusche, die insbesondere beim Befahren ebener, glatter Fahrbahnoberflächen verstärkt auftreten. Bei der Gestaltung moderner Reifenprofile findet dieser physikalische Effekt heute besondere Berücksichtigung, um die Geräuschentwicklung zugunsten des Fahrkomforts möglichst gering zu halten.
Aquaplaning Aquaplaning, auch als „Aufschwimm-Effekt“ bezeichnet, entsteht, wenn das Wasser einer regennassen Fahrbahn nicht mehr effektiv aus der Aufstandsfläche des Reifens abgeführt werden kann. Begünstigt wird Aquaplaning durch einen hohen Wasserfilm, eine rutschige Fahrbahnoberfläche, zu geringes Reifenprofil und durch nicht angepasste Geschwindigkeit. Modern konzipierte Reifenprofile (s. Negativanteil) mit spezieller Gummimischung verfügen heute über gute Haftungseigenschaften, die das Aquaplaning-Risiko und den damit einhergehenden Kontrollverlust des Fahrzeuges deutlich senken.
ASR Abkürzung für „Antriebs-Schlupf-Regelung“, auch als „Traktionsregelung“ bezeichnet. Hierbei handeltet es sich um eine elektronische Steuerung, die das Durchdrehen der Räder und damit verbunden das seitliche Ausbrechen des Fahrzeugs verhindern soll. Die ASR setzt ein, sobald die Räder aufgrund zu geringer Haftung beginnen durchzudrehen. Häufig ist dies der Fall beim Anfahren mit zuviel Gas oder auf rutschigem Untergrund. Die ASR reguliert die auf die Antriebsräder wirkende Motorkraft soweit, dass die erforderliche Fahrzeugstabilität und Traktionsleistung auch in kritischen Fahrsituationen gewährleistet werden kann.
Asymmetrisches Profil Dieses spezifische Reifenprofilmuster verfügt über zwei nicht identische und funktional unterschiedliche Profilseiten: die innere und die äußere Profilseite. Die offene Profilgestaltung der Innenseite ermöglicht eine zügige Wasserableitung aus der Aufstandsfläche. Der äußere Schulterblock unterstützt die Fahrzeugstabilität insbesondere während der Kurvenfahrt. Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften seiner Profilbereiche ist bei der Reifenmontage auf eine korrekte Seitenausrichtung zu achten.
Aufstandsfläche Als Aufstandsfläche bezeichnet man den lediglich postkartengroßen Bereich des Reifens, der den Untergrund berührt und somit die unmittelbare und einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn bildet. Aufgrund ihrer besonderen Sicherheitsrelevanz sind moderne Reifenkonstruktionen, die Wahl ihrer Materialeigenschaften und ihre Profilgestaltung, heute zum Gegenstand komplexer Hightech-Forschung geworden.
Ausrichtung Die Reifen- und Aufhängevorrichtung der Herstellerspezifikation für jedes Fahrzeug.
Auswuchten Unwuchten am Rad-Reifen-System (statische oder dynamische) bedingt durch unterschiedliche Masseverteilung lassen das Rad „eiern“, was sich z.B. durch Lenkradflattern oder Vibrationen äußert. Dabei werden Reifen, Radlager und Radaufhängung stark strapaziert und bei dauerhafter Einwirkung beschädigt. Um den Rundlauf des Rades zu ermöglichen, werden beim Auswuchten kleine Gewichte an der Felge angebracht.